Tux the penguin

October 23, 2005

VMware Player als Windows Dienst

Filed under: — 23:03

Die Firma VMware hat diese Woch den VMware Player veroeffentlicht. Damit lassen sich virtuelle VMware Images benutzen, aber keine neuen VMware Instanzen aufsetzen, dies bleibt den kommerziellen Workstation und Server Produkten vorbehalten.

Meiner Meinung nach ein hervorragend Zug von VMware, damit wird der bisherige Verbreitungs- und Bekanntsheitsgrad wahrscheinlich noch deutlich groesser.

Es gibt bereits VMware Images speziell fuer die Benutzung im VMware Player. VMware stellt selbst eine Browser Appliance auf Basis von Ubuntu zur Verfuegung. Andere Hersteller bieten eigene Images an: http://www.vmware.com/vmtn/vm/

Ich habe auf meiner Workstation ein VMware Image erstellt und eine minimales Debian Sarge installiert. Danach noch OpenSSH installiert und /etc/network/interfaces angepasst.

Die spannende Frage war dann, ob sich der VMware Player auf einem Windows Server installieren laesst. Ich habe das ganze auf einem Windows 2003 Server ausprobiert. Der VMware Player warnt zwar davor, laesst sich aber dennoch installieren.

Anschliessen habe ich das Debian VMware Image auf den Server kopiert und gestartet, laeuft wunderbar. Jetzt soll das Image aber immer automatisch starten, auch ohne dass ein User auf dem Server angemeldet ist.

Dieser WinTotal Artikel und dieser Windows Knowledge Base Aritkel beschreiben den Vorgang ein Programm als Dienst zu installieren.

Man benoetigt dafuer die Windows Server 2003 Resource Kit Tools. Und daraus die beiden Programme srvany.exe und instsrv.exe.
Die beiden Programme muessen mit ihrem vollen Pfadnamen aufgerufen werden:

"C:\Programme\Windows Resource Kits\Tools>instsrv.exe" vmware-debian "C:\Programme\Windows Resource Kits\Tools\srvany.exe"

Damit wird ein Dienst mit dem Namen vmware-debian erstellt.
Dieser muss noch mit dem Registry Editor regedit bearbeitet werden:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\vmware-debian

Dort muss ein neuer Unterschluessel mit dem Namen Parameters erstellt werden.
Im Unterschluessel Parameters wid folgender Wert hinzufuegen:

Name: Application
Datentyp: REG_SZ
Wert (Zeichenkette): "C:\Programme\VMware\VMware Player\vmplayer.exe" "C:\vmware\Debian\Sarge.vmx"


Als Wert wird der volle Pfad zum VMware Player und der volle Pfad zum VMware Image angegeben.

Jetzt legt man einen User Account mit Administratoren Rechten an, unter diesem wird die VMware Instanz spaeter laufen.

Diesen Account muss man noch dem Dienst zuweisen, unter:

START->Einstellungen->Systemsteuerung->Verwaltung->Dienste

sucht man den Dienst vmware-debian und traegt in den Einstellungen unter Anmeldung den Usernamen und das Passwort das oben angelegten Users ein.

Wenn man jetzt auf Dienst starten klickt sollte der Dienst gestartet werden und die VMware Instanz im Hintergrund geladen werden. Wenn alles geklappt hat, sollte das Debian nach einigen Minuten unter der eigenen IP Adresse erreichbar sein.

Wenn der Dienst auf automatisch starten steht wird jetzt bei jedem Start des Servers dieser Dienst automatisch gestartet :-)

Comments

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  1. vm als Admin problematisch: Fuer eine Loesung als Surfstation ist diese Loesung problematisch, da sie sich alle Rechte am Hostsystem verschaffen kann. Also muss man aufpassen, dass man das nur fuer systeminterne VMs verwendet!

    Comment by philipgraz — December 13, 2005 @ 19:37 — Reply

  2. Hallo Philip, dein Einwand ist sicher richtig. Vielen Dank dafür. Auch wenn mir im Moment keine Moeglichkeit bekannt ist aus einem laufenden VMware Gast in das Host System einzubrechen, selbst wenn VMware unter einem administrativen Account laeuft, ist die Gefahr natuerlich vorhanden.

    Comment by claus — December 14, 2005 @ 03:27 — Reply

  3. Hm, ich habe einen Linux-Server in VMware.. ist der nicht beleidigt, wenn er nicht sauber heruntergefahren wird? ;-)

    Comment by pableu — December 28, 2005 @ 17:29 — Reply

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